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Neues von der Kinderfickerfront: Die konkreten Vorwürfe der UN an den Vatikan

Das Dokument lohnt im Originaltext; ihr kriegt es hier: Committee on the Rights of the Child: Concluding observations on the second periodic report of the Holy See (Mirror). Lesetipps:

Ich zitiere und übersetze mal:

The Committee is particularly concerned that:

(a) Well-known child sexual abusers have been transferred from parish to parish or to other countries in an attempt to cover-up such crimes, a practice documented by numerous national commissions of inquiry. The practice of offenders’ mobility, which has allowed many priests to remain in contact with children and to continue to abuse them, still places children in many countries at high risk of sexual abuse, as dozens of child sexual offenders are reported to be still in contact with children;

(b) Although the Holy See has established its full jurisdiction over child sexual abuse cases in 1962 and placed them in 2001 under the exclusive competence of the Congregation for the Doctrine of the Faith (CDF), it has declined to provide the Committee with data on all cases of child sexual abuse brought to its attention over the reporting period and the outcome of the internal procedure in these cases;

(c) Child sexual abuse, when addressed, has been dealt with as grave delicts against the moral through confidential proceedings providing for disciplinary measures which have allowed the vast majority of abusers and almost all those who concealed child sexual abuse to escape judicial proceedings in States where abuses were committed;

(d) Due to a code of silence imposed on all members of the clergy under penalty of excommunication, cases of child sexual abuse have hardly ever been reported to the law enforcement authorities in the countries where such crimes occurred. On the contrary, cases of nuns and priests ostracized, demoted and fired for not having respected the obligation of silence have been reported to the Committee as well as cases of priests who have been congratulated for refusing to denounce child abusers, as shown in the letter addressed by Cardinal Castrillon Hojos to Bishop Pierre Pican in 2001;

(e) Reporting to national law enforcement authorities has never been made compulsory and was explicitly rejected in an official letter addressed to members of the Irish Episcopal Conference by Bishop Moreno and Nuncio Storero in 1997. In many cases, Church authorities, including at the highest levels of the Holy See have shown reluctance and in some instances, refused to cooperate with judicial authorities and national commissions of inquiry.

(f) Limited efforts have been made to empower children enrolled in Catholic schools and institutions to protect themselves from sexual abuse.

Übersetzung:

Das Kommittee ist insbesondere besorgt darüber, dass:

(a) Bekannte Kinderschänder zu anderen Gemeinden versetzt wurden oder gleich ins Ausland, und zwar im Versuch, diese Verbrechen zu decken, eine Praxis, die in einer Vielzahl von nationalen Untersuchungskommissionen festgestellt wurde. Die Praxis der Kinderschänder-Mobilität, die vielen Priestern erlaubt hat, weiter im Kontakt mit Kindern zu bleiben und sie fortgesetzt zu missbrauchen, setzt nach wie vor Kinder einem hohen Risiko aus, Opfer von sexuellem Missbrauch zu sein, weil Duzende von Kinderschändern tatsächlich immer noch im Kontakt mit Kindern sind;

(b) Obwohl der Heilige Stuhl seine Rechtssprechung zum sexuellen Missbrauch von Kindern 1962 etablierte, und jene 2001 unter die Oberhoheit der Glaubenskongregation stellte, hat er abgelehnt, das Kommittee mit Daten über alle Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern zu versorgen, die ihm während der Berichtsperiode bekannt geworden sind, genausowenig übermittelt er die Ergebnisse der internen Verfahren dieser Fälle;

(c) Kindesmissbrauch, der angezeigt wurde, wurde als schweres Vergehen gegen die Moral behandelt, was zur Folge hat, dass er in geheimen Verhandlungen auf der Ebene von Disziplinarmassnahmen aufgearbeitet wird, was wiederum den Grossteil der Missbrauchs-Täter und fast alle der Kinderschänder der Rechtsprechung der Staaten entzieht, in denen die Missbrauchsverbrechen begangen wurden;

(d) Aufgrund der Omerta, die für alle Mitglieder des Klerus gilt, unter Strafandrohung der Exkommunikation, wurden Fälle von Kindesmissbrauch fast gar nicht an die Strafverfolgungsbehörden der Länder gemeldet, in denen diese Verbrechen begangen wurden. Im Gegenteil, Fälle von Nonnen und Priestern wurden dem Kommittee gemeldet, die ausgeschlossen, degradiert und gefeuert wurden, weil sie die Omerta nicht beachtet hatten, wie auch Fälle von Priestern, denen Danksagungen zu Teil wurden dafür, dass sie sich weigerten, Kinderschänder zu entlarven, wie es der Brief Kardinal Castrillon Hojos an Bischof Pierre Pican von 2001 zeigt;

(e) Anzeigen bei nationalen Strafverfolgungsbehörden wurden niemals verpflichtend; im Gegenteil, diese Idee wurde 1997 in einem Brief von Bischof Moreno und Nuntius Storero an Mitglieder der irischen Episkopalkonferenz ausdrücklich abgelehnt. In vielen Fällen drückte die Kirchenverwaltung, einschliesslich höchster Stellen des heiligen Stuhles, ihren Widerwillen dagegen aus, in einigen Fällen weigerte sie sich gar, mit der Judikative und den nationalen Untersuchungskommissionen zusammen zu arbeiten.

(f) Allenfalls begrenzte Anstrengungen wurden unternommen, um Kinder in katholischen Schulen und Institutionen in die Lage zu versetzen, sich selbst gegen sexuellen Missbrauch zu schützen.

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